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Gelato in Rom: Die besten Adressen der Stadt
Roms beste Gelaterias — von der jahrhundertealten Schlange bei Giolitti nahe dem Pantheon bis zu den großzügigen, schnörkellosen Kugeln bei Old Bridge nahe dem Vatikan.
Von Todo Rome · Veröffentlicht 2025-01-01

Woran Sie gutes Gelato erkennen
Das mit Abstand verlässlichste Zeichen: die Farbe. Echtes Pistazien-Gelato ist ein stumpfes, erdiges Grün-Grau, nicht das grelle Kunstgrün, das in den Touristenfallen entlang der großen Sightseeing-Routen verkauft wird. Banane sollte gräulich-beige sein, nicht neongelb. Gelato, das in hohen, glänzenden Spitzen über den Rand der Wanne aufgetürmt ist, deutet meist eher auf Stabilisatoren und untergeschlagene Luft als auf Qualität hin — die besten Gelaterias halten ihre Ware in flachen, abgedeckten Metallwannen (den pozzetti), teils um sie vor Luft und Hitze zu schützen, teils weil sie keinen optischen Trick nötig haben, um sie zu verkaufen.
Giolitti: Die historische Adresse
Seit 1900 im Geschäft, zwei Minuten vom Pantheon entfernt, ist Giolitti Roms berühmteste Gelateria und hat schon Päpste, Präsidenten und so ziemlich jede Reisegruppe bedient, die in den letzten hundert Jahren durch das Zentrum gezogen ist. Pistazie und Haselnuss halten dem Ruf trotz der schieren Menge, die hier umgesetzt wird, mühelos stand — bestellen Sie zuerst an der Kasse und bringen Sie den Beleg dann zur Theke.
Old Bridge: Günstig nahe dem Vatikan
Gelateria Old Bridge, direkt an den Vatikanmauern gelegen, ist das schnörkellose Gegenstück — kleinere Geschmackspalette, keine historische Tradition, dafür berühmt für großzügige Kugeln zu fairen Preisen. Die Schlange nach einem Besuch der Vatikanischen Museen ist die beste Empfehlung, die man sich denken kann; Einheimische schätzen den Laden genauso hoch ein wie Besucher.
Was Sie bestellen sollten
Pistacchio und Nocciola (Haselnuss) sind die zwei Sorten, an denen sich eine ernstzunehmende Gelateria von einer mittelmäßigen unterscheidet — bestellen Sie eine davon, bevor Sie sich an etwas Ausgefalleneres wagen. Crema (eine einfache Basis aus Ei und Vanille, gewissermaßen die reichhaltigere Cousine von Fior di Latte) ist die Sorte, an der sich das Grundhandwerk eines Ladens beurteilen lässt, weil sich eine schlechte Basis darin nirgends verstecken kann. Im Sommer ist Grattachecca — geschabtes Eis mit Fruchtsirup, verkauft an kleinen Kiosken entlang des Tiber — Roms andere Eistradition, ganz anders als Gelato und mindestens einen Versuch wert.
Coppa oder Cono?
Die meisten Gelaterias bieten Becher (Coppa) und Waffel (Cono) zum gleichen Preis an — der Becher lässt sich mit einem kleinen Löffel essen und hält die Geschmacksrichtungen sauberer getrennt, die Waffel ist die klassische Wahl für unterwegs. Beides ist richtig; dem Gelato selbst ist es egal.